Pressemeldung

3. KI Forum

Aalen, 11.06.2026, Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst mehr als ein Zukunftsthema. Wie sich KI-Anwendungen konkret nutzen lassen, welche Erfahrungen Betriebe bereits gesammelt haben und wo neue Geschäftsmodelle entstehen können, stand im Mittelpunkt des 3. KI-Forums Ostwürttemberg im Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg, kurz digiZ, in Aalen.

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen und Institutionen kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, praktische Einsatzmöglichkeiten und die nächsten Schritte auf dem Weg zur digitalen Transformation auszutauschen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass der Bedarf an Orientierung, konkreten Beispielen und offenem Erfahrungsaustausch weiterhin groß ist.
Peter Schmidt, Geschäftsbereichsleiter Innovation, Digitalisierung und IT der IHK Ostwürttemberg, begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Bereits zu Beginn wurde sichtbar, dass das Forum nicht als reine Vortragsveranstaltung angelegt war, sondern als Plattform für Diskussion, Einordnung und Vernetzung.
Die fachlichen Beiträge boten unterschiedliche Perspektiven auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der betrieblichen Praxis. Bernd Richter, CEO der Richter lighting technologies GmbH und Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg, eröffnete mit einem Brainstorming rund um AI und setzte damit einen praxisnahen Auftakt. Kai Walter, Fellow der Carl Zeiss AG, zeigte anschließend, wie sogenannte „Wegwerf-Software“ auf Basis von AI dazu beitragen kann, neue Geschäftsmodelle schneller zu erschließen und Ideen unkompliziert zu testen. Sascha Einloft von Max Schlatterer GmbH / Esband gab unter dem Titel „Der Weg ist das Ziel“ Einblicke in Digitalisierung, Automatisierung und KI aus Unternehmensperspektive.
Neben den Vorträgen prägten vor allem die Fragen aus dem Publikum und die lebendigen Diskussionen den Nachmittag. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen, Herausforderungen anzusprechen und konkrete Anwendungsfälle zu diskutieren. Dabei entstand ein intensiver Austausch zwischen Referenten, Unternehmen und weiteren Beteiligten.
Ein weiterer Programmpunkt war die Präsentation der digiZ Demonstrationswelt. Dort werden digitale Technologien und KI-Anwendungen anschaulich und praxisnah erlebbar gemacht. Für die Unternehmen der Region bot das Forum damit nicht nur fachliche Impulse, sondern auch konkrete Anknüpfungspunkte für den weiteren Einsatz von KI im eigenen Betrieb.
Das 4. KI-Forum findet am 13.11.2026 ab 10:00 Uhr statt.
Ein Rundgang durchs DigiZ Aalen

Digitalisierung erleben statt nur darüber sprechen

Wer das digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg betritt, spürt sofort, dass Digitalisierung hier keine abstrakte Zukunftsvision ist. Sie ist greifbar, erlebbar und längst Teil des Mittelstandsalltags. Der Rundgang führt durch fünf Themenfelder: Mitarbeiter und Qualifizierung, Arbeitsplatz, digitale Infrastruktur, Prozesse sowie Produktion und Produkte.
Jede Station zeigt, wie sich Digitalisierung sinnvoll und pragmatisch in den Unternehmensalltag integrieren lässt. Dabei versteht sich das digiZ nicht nur als Ausstellungsfläche, sondern als Ort der Begegnung. Hier kommen Suchende und Experten, Praktiker und Visionäre zusammen, um voneinander zu lernen und mit konkreten Ideen in den Betrieb zurückzukehren. Unsere Mission ist es, Digitalisierung begreifbar zu machen und Unternehmen von der Idee bis zur Umsetzung zu begleiten.

Der Mensch als Treiber der Transformation

Jede erfolgreiche Digitalisierung beginnt bei den Menschen. Technik kann nur dann Wirkung entfalten, wenn sie von den Mitarbeitenden verstanden, akzeptiert und aktiv mitgestaltet wird. Im digiZ wird schnell deutlich, dass Haltung wichtiger ist als Wissen. Digitalisierung braucht Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, auch ungewohnte Wege zu gehen. Viele Beschäftigte sind hervorragend in ihren Aufgaben, bewegen sich aber oft in festen Abläufen. Digitale Transformation bedeutet, Routinen zu hinterfragen und Neues zuzulassen.
Ein interaktiver Test lädt Besucher ein, das eigene Verhalten zu reflektieren. Wie stark beeinflussen Gewohnheit und Komfortzonen unsere Entscheidungen? Und was passiert, wenn wir bewusst die Perspektive wechseln? Wer Digitalisierung gestalten will, muss lernen, zu experimentieren und Fehler als Teil des Lernprozesses zu begreifen.
Ein weiterer Demonstrator zeigt, wie Teams ihre digitale Reife einschätzen können. So wird sichtbar, wo bereits Stärken liegen und welche Kompetenzen noch entwickelt werden sollten. Das digiZ unterstützt Unternehmen dabei, genau diesen Wandel zu fördern – mit Workshops, Coachings und praxisnahen Formaten, die Mitarbeitende zu aktiven Gestaltern machen.

Der digital unterstützte Arbeitsplatz

© Nicole Suppan-KnöDDDD Der Arbeitsplatz von morgen ist nicht mehr an einen Ort gebunden. Er ist flexibel, vernetzt und individuell. Im digiZ erleben Besucher, wie das funktioniert. Ein 3D-Avatar steht den Besucher Rede und Antwort. Er ist rund um die Uhr verfügbar und entlastet den Kundenservice. Weitere KI-Anwendungen unterstützen im Marketing, in der Personalentwicklung oder in der Planung. Dabei bleibt die Technologie stets ein Werkzeug, das Menschen befähigt, statt sie zu ersetzen.
Besonders eindrucksvoll ist zu sehen, dass künstliche Intelligenz auch ohne Cloud funktioniert. Sie kann lokal auf einem kleinen Speichermedium betrieben werden – eine sichere Lösung für sensible Branchen. Im digiZ wird deutlich, wie digitale Tools den Arbeitsalltag erleichtern und gleichzeitig Freiraum für Kreativität schaffen.

Das Fundament jeder Digitalisierung

Ohne stabile Datenverbindungen und Sicherheit läuft keine Digitalisierung. Im digiZ lässt sich dieses unsichtbare Rückgrat hautnah erleben. Digitale Informationssysteme halten Mitarbeitende auf dem neuesten Stand. Sensoren melden sicherheitsrelevante Daten in Echtzeit und können im Ernstfall sogar Leben retten.
Ein eigenes 5G-Campusnetz zeigt, wie Maschinen, Geräte und Anwendungen zuverlässig miteinander kommunizieren. Erst diese Geschwindigkeit und Stabilität ermöglichen es, Prozesse in Echtzeit zu steuern. Sicherheit spielt dabei eine zentrale Rolle. Unternehmen müssen ihre Daten schützen und verantwortungsvoll nutzen. Die IHK Ostwürttemberg unterstützt sie mit Schulungen, Beratung und praxisnahen Trainings.

Wenn Daten Entscheidungen verbessern

© digiZ
Daten sind der Treibstoff der Digitalisierung. Wer sie richtig nutzt, kann Abläufe vereinfachen, Entscheidungen verbessern und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Im digiZ zeigen zahlreiche Beispiele, wie das gelingt: Eine akustische Überwachung erkennt Maschinengeräusche, die auf Fehler hindeuten. So lassen sich Störungen vermeiden, bevor sie entstehen. Objektverfolgung macht Lieferketten transparent und senkt den Suchaufwand.

Chatbots und virtuelle Assistenten übernehmen Routineanfragen, während digitale Zwillinge Produkte oder Anlagen im Browser abbilden – ganz ohne Softwareinstallation.
Das Ziel ist klar: weniger Bürokratie, bessere Qualität, effizientere Abläufe.

Auf dem Weg zur lernenden Fabrik

© digiZ
Hier wird sichtbar, wie Digitalisierung Wertschöpfung verändert. Maschinen, Sensoren und Planungssysteme arbeiten zusammen, Daten fließen in Echtzeit. Die Produktion wird zum lernenden System, das sich selbst optimiert. Digitale Produktpässe schaffen Transparenz über den gesamten Lebenszyklus. Angebote werden mithilfe von KI schneller und präziser erstellt. Simulationen beschleunigen Entwicklungsprozesse und sparen Ressourcen.
Auch die Sicherheit bleibt im Fokus. Eine smarte Fabrik ist nur dann zukunftsfähig, wenn sie cyberresilient ist. Standardisierte Schnittstellen sorgen dafür, dass Geräte dieselbe Sprache sprechen und reibungslos zusammenarbeiten.

Unser Angebot: Digitalisierung erleben

Im digiZ geht es nicht um ferne Zukunftsbilder. Hier erleben Unternehmen Technologien, die heute bereits einsatzbereit sind. Jede Station lädt dazu ein, Neues auszuprobieren, Fragen zu stellen und direkt mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Die IHK Ostwürttemberg begleitet diesen Prozess mit individueller Beratung, Förderinformationen, Seminaren und Workshops. Unternehmen können sich mit Technologieanbietern, Start-ups und Partnern aus dem Netzwerk vernetzen und Demonstratoren selbst testen.
Unsere Einladung: Kommen Sie vorbei, entdecken Sie die Realzukunft und nehmen Sie konkrete Ideen für Ihr Unternehmen mit.